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Das Denkmal an boat people in Hamburg

Boat people werden Flüchtlinge genannt, die über den Seeweg ihre Heimat verlassen.

Nach dem Ende des Vietnamkrieges 1975 suchten Millionen von Vietnamesen (darunter auch in Vietnam lebende Chinesen) nach Freiheit und Wohlstand. Die Flucht über den Ozean konnte ihnen ein neues Leben und eine Zukunft ermöglichen. Doch sie konnte auch den Tod bringen. Eine unbestimmte hohe Zahl dieser boat people kam durch Stürme, Hungertod und Piraten um.

Dank der Rettung von Hilfsorganisationen wie der Cap Anamur und von vorbeifahrenden Schiffen, fanden die Flüchtlinge im Ausland ein neues Zuhause.

Es folgt eine Liste der Staaten, die die meisten Flüchtlinge aufgenommen und ihnen Asyl gewährt haben:

Vereinigte Staaten: 823.000
Australien und Kanada: jeweils 137.000
Hong Kong: 100.000
Frankreich: 96.000
Deutschland und Großbritannien: jeweils 19.000


 

 

Friedhof Öjendorf in Hamburg, 14.10.2006, 11:00 Uhr.

Zahlreiche Vietnamesen, darunter auch viele deutsche Freunde, versammeln sich vor dem boat people-Denkmal, um den umgekommenden Flüchtlingen zu gedenken und ihre Ehre zu erweisen. Nach der Schweiz und Belgien ist Deutschland der dritte Staat in Europa, der ein boat people-Denkmal besitzt.


 

 

 

 
 

 

Buddhistische Nonnen beten für die Opfer der Flucht. Nicht im Bild: Segnung des Denkmals durch einen katholischen Priester
  Sechs Wochen brauchte die Herstellung der rund 4 Tonnen schweren und etwa 3 Meter hohen Skulptur.
  Initiatoren Thị Kim Thoa (links) und Thời Trọng Ngũ (rechts) mit Bildhauer Ngân (Mitte).
  Inschrift auf der Vorderseite:
Tưởng niệm thuyền nhân Việt Nam 1975 -
Im Gedenken an die auf der Flucht umgekommenen Vietnamesen

 

 

 

Linke Seite:

Thuyền nhân Việt Nam cám ơn dân tộc Dức và tiểu bang Hamburg

 

   

 

Rechte Seite:

Vietnamesische Flüchtlinge danken dem deutschen Volk und der Freien und Hansestadt Hamburg


 
 

Rückseite:
14.10.2006 (Eröffnungsdatum)